DYSTOPIA

DAS IST DIE LETZTE KONSEQUENZ IHRER VERDRÄNGUNG. DIESER BLICK ZWISCHEN TIER UND MENSCH, DER VIELLEICHT EINE WESENTLICHE ROLLE IN DER ENTWICKLUNG GESPIELT HAT UND MIT DEM AUF JEDEN FALL ALLE MENSCHEN NOCH BIS VOR WENIGER ALS EINEM JAHRHUNDERT GELEBT HABEN, WURDE AUSGELÖSCHT. AUCH WENN DER ZOOBESUCHER JEDES EINZELNE TIER ANSIEHT, IST ER, WENN ER OHNE BEGLEITUNG KOMMT, IMMER ALLEIN. DER MENSCH IN DER MASSE GEHÖRT EINER SPEZIES AN, DIE SCHLIESSLICH AUCH ISOLIERT WURDE. — ALEXANDER KLUGE—

Mit unserem romantischen Bild der Natur kommen wir nicht weiter. „Unberührt“ ist sie schon lange nicht mehr. Das Anthropozän hat begonnen, das Zeitalter des Menschen. Oder anders gesagt: das Zeitalter, in dem der Mensch zum größten Einflussfaktor auf seine Umwelt geworden ist.
Gerade weil wir die Natur verändern, sind wir untrennbar mit ihr verbunden. Das zu akzeptieren birgt die beste Chance, die Erde zu retten.
In unserer Ausstellung möchten wir den Prozess des Anthropozäns aufzeigen und dessen Wechselwirkung mit bestehenden Strukturen verdeutlichen. Hierbei sei z.B. das Thema der invasiven Arten erwähnt, welche dadurch, dass sie vom Menschen in fremde Ökosysteme eingeschleppt worden sind, weder Fressfeinde noch Konkurrenten besitzen und aufgrund ihrer rapiden Vermehrung das Gleichgewicht in der Natur nachhaltig verändern werden.
Artensterben, Vielfalt und deren Wechselwirkung auf unsere Natur ist ebenfalls ein wichtiges Thema.
Wir möchten für das epochale Thema sensibilisieren durch dokumentarische und interaktive Arbeiten. Ebenfalls planen wir eine wissenschaftliche Begleitung zur Ausstellung über Diskussionsrunden und Vorträge, welche überwiegend von lokalen Akteuren durchgeführt werden, um die Veränderung im regionalen zu verdeutlichen.
Es ist unsere Absicht die Veränderungen aufzuzeigen und Möglichkeiten zu entwickeln unseren Lebensraum in Wechselwirkung lebensfreundlich zu gestalten, da unsere Spezies wohl die letzte sein wird, die den Planeten verlassen wird.